Heidelberger Schlossbeleuchtung
Die Heidelberger Schlossbeleuchtung ist ein grandioses Feuerwerk, das dreimal jährlich stattfindet. Die erste, damals noch recht primitive Schlossbeleuchtung fand im Juni 1815 statt, als sich anläßlich der "heiligen Allianz" gegen Napoleon der österreichische Kaiser, der Zar und viele andere Hochadelige in Heidelberg für einige Wochen aufhielten.
1830 waren es wieder hohe Gäste, die in Heidelberg verweilten, die zu einer weiteren Schlossbeleuchtung führten. Diesmal waren der Kaiser von Österreich, der Zar und der König von Preußen in Heidelberg.
Inzwischen wird die Schlossbeleuchtung dreimal jährlich als Erinnerung an die Zerstörung Heidelbergs und des Schlosses im pfälzischen Erbfolgekrieg durch französische Truppen aufgeführt.
Symbolisch wird das Schloss in Brand gesteckt. 50 freiwillige Helfer der Feuerwehr zünden bengalische Feuer an, die das Schloss in ein unwirklich scheinendes Licht einhüllen, gerade so, als würde das ganze Schloss brennen.

Die Termine 2010:
Samstag, 5. Juni 2010
Samstag, 10. Juli 2010
Samstag, 4. September 2010
Beginn jeweils 22 Uhr 15
Die Uferstraßen werden ab 21.00 Unr gesperrt.
Selbstverständlich kostet das zuschauen beim Feuerwerk keinen Eintritt! Sie sollten nur früh genug vor Ort sein,um sich einen guten Platz zu sichern.
Die besten Plätze sind Neckar abwärts der alten Brücke oder der Philosophenweg. Die eigentliche Schlossbeleuchtung, also das bengalische Feuer, mit dem das Schloss symbolisch in Brand gesteckt wird, ist nur vom gegenüberliegenden Neuenheimer Ufer beziehungsweise vom Philosophenweg aus zu sehen.

Von 21:00 Uhr bis 23:00 Uhr ist eine Durchfahrt auf den Straßen entlang der beiden Neckarufer nicht möglich. Wegen der Zuschauermassen werden diese Straßen für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.
Während der letzten Heidelberger Schlossbeleuchtung in 2009 waren zum ersten Mal auch Buden mit Getränken und Bratwürsten am Neuenheimer Ufer aufgestellt. Ansonsten empfiehlt es sich, dass Sie sich etwas zu essen und zu trinken mitbringen. Ebenso wie es sich für das Fotografieren empfiehlt, ein gutes Stativ dabei zu haben.

Erst nach dem Verlöschen des bengalischen Feuers beginnt das eigentliche Feuerwerk auf der alten Brücke. Das Schloss selbst, das ja nun symbolisch zerstört wurde, bleibt bis zum Ende des Feuerwerks im Dunkeln.
Drei traditionsreiche Feuerwerkerfamilien führen abwechselnd die Schlossbeleuchtung durch und lassen sich zu jeder Schlossbeleuchtung etwas Neues einfallen, so dass es den vielen Stammgästen nie langweilig wird.

Wenn Sie Ihren Heidelberg Besuch so planen können, dass Sie auch eine der Schlossbeleuchtungen live erleben können, nehmen Sie dieses unvergessliche Highlight der Saison als bleibende Erinnerung mit.

Vielleicht gelingen Ihnen auch einige gute Bilder der Heidelberger Schlossbeleuchtung. Diese Bilder enstanden mit einer Pentax Spiegelreflex, die trotz voreingestellter 1600 ASA auf einem stabilen Stativ stand.
Tips zum Fotografieren gibt es gratis auf Digitaler Fotokurs. Zum Fotografieren von Feuerwerken gibt es dort eine eigene Webseite,
Besondere Nachtaufnahmen, beispielsweise ein Feuerwerk.

Auf heidelberg-photo.com sind bisher die folgenden Heidelberger Schlossbeleuchtungen dokumentiert:
Heidelberger Schlossbeleuchtung vom 1. September 2007.
Heidelberger Schlossbeleuchtung vom 7. Juni 2008.
Heidelberger Schlossbeleuchtung vom 12.Juli.2008
Heidelberger Schlossbeleuchtung vom 6.Juni.2009
Von diesen jeweils knapp eine halbe Stunde dauernden Feuerwerken nur die Highlights.

Die letzte Schlossbeleuchtung des Jahres 2009 war etwas ganz besonderes, denn der Vollmond stand hinter dem Feuerwerk. Deshalb sind auf dieser Webseite die Fotos chronologisch geordnet. So erhalten Sie auch einen guten Eindruck von der Schönheit und dem Umfang einer Heidelberger Schlossbeleuchtung.
Heidelberger Schlossbeleuchtung vom 5. September 2009

Mark Twain beschrieb sie 1878, als er zu Gast in Heidelberg war:
"... mit atemberaubender Plötzlichkeit schossen eine Handvoll buntfarbiger Raketen inmitten eines Donnergeheuls aus den schwarzen Schlünden der Schlosstürme. Gleichzeitig zeichnete sich jede Einzelheit der gewaltigen Ruine gegen den Berg ab. Immer wieder schossen aus den Türmen dicke Bündel von Raketen in die Nacht, und der Himmel erstrahlte im Licht leuchtender Pfeile, die in den Zenith zischten, kurz verhielten und sich dann graziös nach unten bogen, um in einem wahren Springbrunnen von farbig sprühenden Funken zu bersten."




